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Camtasia Studio
Adobe Captivate
My Screen Recorder
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Preis
Ab € 199,00
Ab € 549,00
Ab € 39,00
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Testbericht Adobe Captivate und TechSmith Camtasia Studio

Die Screen Recorder Adobe Captivate und TechSmith Camtasia Studio gehören wohl zu den am meistbenutzten und professionellsten Screen Recorder Programme überhaupt. Wer jedoch eher eine einfache und kostengünstige Lösung für die Bildschirmaufnahme sucht ist durchaus auch mit My Screen Recorder gut bedienten.

Da vor allem die beiden Programme Camtasia Studio und Adobe Captivate einiges an Funktionen und Bearbeitungsmöglichkeiten für die Erstellung, Bearbeitung und den Export von Bildschirmvideos vorweisen können möchten wir Ihnen in diesem Testbericht die Vor- und Nachteile dieser beiden Programme näher bringen.

Sowohl Camtasia Studio als auch Adobe Captivate bieten ideale Funktionen und Möglichkeiten für die Erstellung von Bildschirmaufnahmen. Wenn man erst einmal die Stärken und Schwächen der beiden Programme erkannt hat wird es wirklich schwierig ohne eines von beiden auszukommen.

Adobe Captivate und TechSmith Camtasia Studio sind sehr ähnliche Software Programme, die aber unterschiedliche Stärken haben. Wenn man eine schnelle und einfache Software Demo oder eine Powerpoint Präsentation für eine Website machen möchte, dann ist Camtasia auf jeden Fall die bessere Wahl. Auf der anderen Seite ist Captivate unübertrefflich, wenn man interaktive Demos, Trainings oder komplexe Software Demonstrationen erstellen möchte.

Wo auch immer beide Screen Recorder Programme sich in der Mitte treffen sind die verschiedenen Operationsmöglichkeiten und Schnittstellen so verschieden, dass diese automatisch unterschiedliche Benutzer ansprechen.

Wenn man ein Video Bearbeiter ist, dann findet man mit Sicherheit Camtasia Studio leicht zu erlernen und anzuwenden, während man Captivate unnötig komplex finden wird. Auf der anderen Seite wird man, wenn man Kenntnisse mit Adobe Director oder Flash hat, Camtasia als ein stumpfes Instrument empfinden und Adobe Captivate für viel besser und präziser erachten.

Davon abgesehen gibt es einige Funktionen, in denen das eine Programm das andere aussticht, während dieses einfach schlechtere Ergebnisse in diesem besonderen Bereich bringt. Beispielsweise ist Camtasia Studio sehr gut geeignet, wenn man Videostreifen bearbeiten möchte, wo Adobe Captivate eher geringe Ergebnisse bringt. Umgekehrt ist es der Fall, wenn man ein Quiz erstellen möchte, denn in diesem Bereich bietet Adobe Captivate die besseren Möglichkeiten aber auch mit Camtasia Studio lassen sich solche Anforderungen durchaus auch erfüllen.

Wenn sie vorhaben Software Demonstrationen und geschriebene Anweisungen anzubieten, sagen wir in PFD Format, sind die Möglichkeiten bei Adobe Captivate wesentliche besser. Wenn man vorhat den Screenshot aus eine Software Anwendung zu zoomen, dann ist wiederum Camtasia Studio die einzige Wahl.

Tatsächlich ist es so, dass man, je mehr Zeit man mit beiden Tools verbringt, bemerkt, dass wenn man viele Übungspräsentationen, -Demos und interaktive Schulungsunterlagen erstellen möchte, wahrscheinlich beide Tools brauchen wird.

Wie die beiden Screen Recorder Programme funktionieren

Camtasia Studio

Lassen sie uns mit den grundlegenden Camtasia Funktionen im Bereich der Screenshots beginnen, unter denen sich sehr viele umfassende und objektbezogene Möglichkeiten finden. Dann werden wir zu Camtasia zurückkehren und die zusätzlichen Funktionen beschreiben.

Wie die meisten Screen Recording Programme zeichnet Camtasia Studio ein Video vom Bildschirm auf, genau so wie man es zuvor im Recorder definiert hat. Außerdem kann man auch Audio Segmente mit aufnehmen, wenn man dies möchte. Das Ergebnis ist eine einzelne Video Datei mit Video und Audiospur, mit allen Punkten und Klicks und einer Navigation durch das Programm, sowie dem zugehörigen Ton.

Adobe Captivate Screenshot 1Nach der Aufzeichnung des Bildschirmvideos kann das Video im Camtasia Editor nachbearbeitet werden. So ermöglicht Camtasia Studio Elemente wie Überschriften, Erklärungen, Überblendeffekte, Nachvertonung und vieles mehr hinzuzufügen aber auch eine Bild in Bild Funktion, zum Beispiel für eine PowerPoint-Präsentation mit Moderator, kann erstellt werden. Erst nach der Bearbeitung im Editor wird das fertige Video als AVI, Flash, WMV, iPod Video etc. exportiert.

Adobe Captivate

Anstelle eines Screenshots von einem Video mit eingebetteten Mausbewegungen macht Captivate eine Serie von Bildschirmshots, von denen jeder einzelne eine entsprechende Mausbewegung und einen Klick enthält. Beispielsweise kann eine einfache 2-minütige Aufnahme 20 verschiedenen Shots produzieren, wie es in Bild 1 gezeigt wird.

Somit ist das Aufnahmekonzept in Adobe Captivate so, dass das Hintergrundbild, die Mausklicks und die Maus-Bewegungen separat aufgenommen werden. Eine der stärksten Eigenschaften der Software ist der Umstand, dass man viel zusätzliches Material gewinnen kann.

Das wird in Bild 2 verdeutlicht. An der Unterseite dieses Bildes ist ein Screenshot von Sorenson Squeeze, der Anwendung, die wir in den meisten Tests verwendet haben. Hier zeigen wir, wie man eine Datei zum Verschlüsseln auswählen kann. Während man eine Bewegung bearbeitet zeigt Adobe Captivate das gewonnen Bild im unteren Bereich, darüber ist eine Zeitleiste zu sehen, welche die einzelnen Elemente enthält, welche man durch Adobe Captivate gewonnen oder später während dem Bearbeiten hinzugefügt hat.

Adobe Captivate Screenshot 2Unterhalb der Zeitachse ist der zweite Slide, oder auch das aktuell gewonnene Bild. Darüber ist der überlappende Bereich, eine Funktion, die es ermöglicht alle Tool Tips aus dem Originalbild zu kopieren.

In Bild 2 sieht man zum Beispiel wie Adobe Captivate den Tool Tip zeigt, der erscheint, wenn man mit der Maus über das Motiv „My recent Documents“ geht („zeigt aktuell geöffnete Ordner und Dateien“). Natürlich würde das nur angezeigt werden, wenn der Benutzer beim Shot über dem Motiv schwebt um ein normales Benutzer Verhalten vorzutäuschen. Wie bei allen Texten die festgehalten wurden, kann man auch hier die Größe, die Farbe, die Schriftart und alle anderen Eigenschaften des Textes bearbeiten.

Darüber ist die Highlight Box oder die Sprechblase, die Adobe Captivate über der Datei Finale_dv.avi platziert hat um dem Benutzer zu zeigen, wo er klicken muss. Diese Box lässt sich auch in ihrer Größe und Erscheinung verändern. Darin steht „ Select the Final_dv.avi item“, der dem Zuschauer sagt, was er tun muss, wenn er die Datei laden möchte. Daneben ist ein anklickbarer Button, der es einem ermöglicht den Zuschauer zu zwingen aus seinem passiven Zustand in den aktiven überzugehen, mit allen Vorteilen die das in der Konzentration und der Aufmerksamkeit mit sich bringt.

Wie in Bild 3 gezeigt kann man die Antworten des Zuschauers sammeln und in einen Bericht wandeln, der dann an SCORM unterstütze Lernverwaltungssystem (LMS) gesendet wird.

Adobe Captivate Screenshot 3Ein Problem ist es, dass man den Benutzer nicht zwingen kann an Sachen wie Drag und Drop mitzuwirken, wie es bei Sorenson Squeeze oft erforderlich ist, weil dieses Programm häufig Drag and Drop verwendet. Durch die Verwendung eines anklickbaren Buttons kann man den Benutzer zwingen wichtige Dateien anzuklicken und zu öffnen, aber man kann ihn nicht zwingen eine Vorlage für die Verschlüsselung auf die Zieldatei zu legen.

Camtasia Studio

Mit Adobe Captivates automatischen Aufnahmen und den verschiedenen interaktiven Möglichkeiten im Hinterkopf werfen wir nun einen erneuten Blick auf Camtasia Studio.

Da Camtasia alle Maus und Bildschirmaktivitäten festhält ist es ideal zum erstellen von Produkt Touren und ähnlichen Dingen. Dennoch wird so das Bearbeiten erschwert. Wenn man Teile aus dem Video entfernt verschieben sich die aufgezeichneten Maus Aktivitäten und erscheinen in den falschen Segmenten des Videos.

Elemente wie Callouts werden von Camtasia Studio nicht automatisch festgehalten, doch man hat die Möglichkeit diese manuell hinzuzufügen, wobei jedes Element einen eigenen Track bildet, so dass man diese jederzeit sehr einfach bearbeiten kann (Bild4). So ist es sehr einfach verschiedene Flash Elemente mit ins Spiel zu bringen. Allerdings muss man dazu immer das gesamte Projekt anschauen, wenn man die Ergebnisse anschauen möchte, was etwas ärgerlich ist. Außerdem kann man einzelne Bilder, fünf Bilder oder auch das ganze Video ansehen, ohne dabei den aktuellen Stand der Bearbeitung angezeigt zu bekommen, was natürlich einfacher und günstiger ist.

Camtasia Studio Screenshot 3Man kann auch mit Camtasia Studio ein Quiz erstellen, aber man kann dabei nur die Fragen stellen, es gibt keine Möglichkeit im Bild selbst die richtigen und falschen Antworten einzubinden und anzuzeigen, was bei Adobe Captivate möglich ist. Eigentlich ist jedes der Programme gut und beinhaltet auch sehr gute Funktionen, aber wenn ein Projekt Simulationen und Bewertungen enthalten soll ist Adobe Captivate eigentlich immer die erste Wahl.

Das heißt aber noch lange nicht, dass Camtasia nicht seinen eigenen Zauber hat. Eine sehr nützliche Funktion ist zum Beispiel die Möglichkeit die bearbeitbaren Regionen heran zu zoomen und wieder weiter weg zu zoomen. Zwar bearbeitet man die meisten Anwendungen in der Auflösung 1280x1024 oder noch höher, aber diese Auflösungen zu nutzen heißt nicht selten auch, dass man eine Datei erstellt, die nicht schnell und einfach heruntergeladen werden kann.

Die Auflösung von 1280x1024 auf 800x600 herunter zu fahren funktioniert gut, wenn man große Buttons und großflächige Demonstrationen gemacht hat, aber kleinere Schriftarten sind dann meist nur noch sehr schwer lesbar. Dank der Zoom Funktion von Camtasia Studio ist das aber kein Problem, weil man so auch die kleinste Schrift wieder gut lesbar machen kann.

Camtasias Möglichkeiten bei PowerPoint sind außerdem auch besser als die von Adobe Captivate. Wenn man ein Mikrophon am Computer anschließt kann man seine Präsentation sogar in Echtzeit kommentieren und wenn man es möchte auch ein Video Feedback des Sprechers mit einbinden über die Bild in Bild Funktion. Wir haben beispielsweise in unserem Test das Modell OrbitMT QuickCAM von Logitech verwendet um so ein Audio und ein Video Fenster festzuhalten. Durch das Bild in Bild Tool von Camtasia haben wir die beiden dann miteinander verbunden.

Adobe Captivate Screenshot 5Obwohl Adobe Captivate die Möglichkeit bietet PowerPoint Dateien zu importieren und zu bearbeiten gibt es keine Möglichkeit Live Aufzeichnungen zu machen. Mit Camtasia Studio gibt es keinen Grund die PowerPoint Präsentationen nicht live aufzunehmen, weil man sie immer noch bearbeiten und korrigieren kann, wenn es nötig sein sollte. Danach kann man dann die Datei in Internet veröffentlichen oder auf eine CD oder DVD im gewünschten Format brennen.

Wenn wir gerade von den verschiedenen Formaten sprechen wollen wir uns auch gleich einmal den verschiedenen Speicherformaten zuwenden, die Camtasia Studio bietet. Diese beinhalten unter anderem H264, WMV, AVI, MOV, iPod/iTunes, RM, SWF und FLV sowie GIF-Animationsdatei was einen hübschen Kontrast zu Adobe Captivate herstellt, wo alles möglich ist, so lange es sich um eine Flash Datei handelt. In unseren Tests waren interessanterweise die SWF Dateien bei Adobe Captivate und Camtasia Studio immer gleich groß.

Camtasia Studio mit PowerPointEine kleine Irritation entsteht, weil Camtasia Studio die Filmdateien für die Kontrolle und den Content in verschiedenen SWF Dateien ablegt, so dass man einfach eine einzelne Datei senden kann, wenn man eine kurze Betrachtung machen möchte. Glücklicherweise bildet Camtasia Studio aber auch die HTML Datei, die nötig ist um die beiden miteinander zu verschmelzen, so dass es einfach ist die Datei in eine Website zu integrieren. Adobe Captivate hingegen erstellt immer nur eine SWF Datei, so dass man es wesentlich einfacher hat die Dateien in eine Website zu integrieren oder per Email zu versenden.

Fazit, Zusammenfassung

Wollen wir also mal schauen, wie die beiden Tools abgeschnitten haben: Sicher ist, dass Adobe Captivate´s Genauigkeit die größte Stärke des Tools ist, aber auch die größte Schwäche. Mit Adobe Captivate könnte man die sixtinische Kapelle zeichnen, wenn Zeit und Geld keine Rolle spielen würde, aber man würde damit noch nicht einmal das eigene Wohnzimmer zeichnen wollen, weil es einfach zu lange dauert. Gerade für komplexere Software Demonstrationen ist deshalb Camtasia Studio auf jeden Fall vorzuziehen.

Auf der anderen Seite ist Adobe Captivate natürlich mit ein bisschen Übung sicherlich die bessere Wahl, weil es dann sehr einfach zu bedienen ist und man die Simulationen und die Vorschauen der Klick Buttons nahezu in Echtzeit erstellen kann. Das Problem ist, dass die Anleitungen bei Adobe Captivate sehr verwirrend und lückenhaft sind, was die Sache deutlich erschwert.

Wie wir schon zu Beginn gesagt haben hat jedes der beiden Screen Recorder Tools seine Schwächen und Stärken und sie sind beide sehr hilfreich, so dass es schwer ist zu sagen, welches sich besser eignet. Ein erfahrener Präsentator wird vermutlich am besten zurechtkommen, wenn er beide Programme nutzt und sich somit auch die Stärken beider Programme zu Nutze macht. Wenn man erst einmal die Stärken beider Programme kennen gelernt hat ist es schwer, ohne eines von beiden zu leben.

Wer jedoch nur eine kostengünstige und einfach Lösung für die Bildschimaufnahme sucht und diese auch nur gelegentlich benutzt finden mit My Screen Recorder und gute und kostengünstige Alternative.

 

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